USEmobility – EU-Forschungs-Projekt zum Mobilitätsverhalten

Welche ganz individuell wirkenden Faktoren – jenseits von Angebots- und Infrastruktur-Optimierung – beeinflussen die Mobilitäts-Entscheidungen der Menschen in Europa? Diese für Verkehrs-Unternehmen höchst aktuelle Frage untersuchen die BSL Transportation Consultants zusammen mit sechs internationalen Partnern im Rahmen des neuen EU-Forschungsprogramms „USEmobility“. In den kommenden 2 Jahren  werden dabei insbesondere Antworten und konkrete Handlungs-Empfehlungen zu Fragen des individuellen Mobilitätsverhaltens und den Erfolgsfaktoren multi-modaler Reiseketten herausgearbeitet.

Mit dem Projekt „USEmobility“ (Abk. für Understanding Social Behaviour for Eco-friendly Multimodal Mobility), das Bestandteil des siebten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union ist, werden insbesondere auch konkrete, praxisnahe Handlungsempfehlungen für staatliche und nicht-staatliche Organisationen entwickelt.

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Untersuchungsgegenstand ist eine Auswahl von zehn Benchmark-Regionen, die in den Ländern Deutschland, Belgien, Niederlande, Österreich, Ungarn und Kroatien ausgewählt werden. Methodisches Novum ist ein spezieller Marktforschungsansatz, der es ermöglicht, die Gründe der Verkehrsmittelwahl verhaltensbezogen zu erfassen. Befragt werden Bürgerinnen und Bürger der ausgewählten Regionen, die erst in jüngster Zeit ihr Mobilitätsverhalten von der monomodalen Nutzung des Pkw hin zu einer umweltfreundlichen multimodalen Verkehrsmittelnutzung gewechselt haben. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die bisher wenig untersuchten, jedoch stark entscheidungs-relevanten „weichen“ Faktoren der Verkehrsmittelwahl gelegt, wie z.B. persönliche Einstellungen Informationsverhalten und individuell wahrgenommene Kommunikationsstrukturen. Die Untersuchung wird begleitet durch einen intensiven Dialog mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf nationaler und europäischer Ebene.

Ausgehend von einer Trend- und Szenario-Analyse für die Mobilitätsentwicklung der Europäischen Union bis zum Jahr 2050 werden Maßnahmenbündel ausgearbeitet und diskutiert, die einen Wechsel hin zur multimodalen Mobilität in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union forcieren sollen. Idee der Maßnahmenentwicklung für USEmobility ist es, weniger rein angebots- und infrastrukturelle Maßnahmen als vielmehr Handlungsfelder zu identifizieren, die einstellungs- und kommunikationsbezogen wirken. Einen besonderen Raum soll bei USEmobility die Diskussion der Maßnahmen mit der (Fach-)Öffentlichkeit einnehmen. Hierzu werden entsprechende Konferenzen einberufen und geeignete Publikationen erstellt.

Konsortialführer für USEmobility ist der Branchenverband Allianz pro Schiene mit Sitz in Berlin. Die Marktforschungsuntersuchung liegt in der Verantwortung des Hamburger Markt- und Qualitätsforschungsinstituts Quotas, das u.a. auch den VCD-Bahntest durchführt. Der Europäische Fahrgastverband (European Passengers Federation), der Verkehrsclub Österreich und der kroatische Verband Savez za Zeljeznicu, der sich für umweltfreundliche Mobilität einsetzt, begleiten die inhaltliche Arbeit und stellen die Verbindung zu den Untersuchungsregionen her. Die Projektkommunikation wird durch den ungarischen Umweltverband, Clean Air Action Group vorgenommen. BSL Transportation Consultants bringen ihre Expertise aus der Trend- und Mobilitätsforschung ein und stellen mit ihrem Netzwerk zu Verkehrsunternehmen die Praxisrelevanz der Maßnahmen sicher.

Haben Sie Fragen zu USEmobility oder möchten Sie sich mit Ideen und Anregungen einbringen, sprechen Sie uns bitte an.

EUmobility Konsortialmitglieder beim Projekttreffen in Berlin bei AllianzProSchiene
Konsortialmitglieder des EU-Forschungsprojektes "USEmobility" während eines Projekt-Treffens bei "Allianz Pro Schiene" in Berlin, 2.v.r. Christian Grotemeier.

02. Oktober 2011